Das Ziel des Programms „P 2000: Heilung und Befreiung des unteren Selbstes – Persönlichkeitsbildung von unten her“ ist die Re(d)integration (Wiedereingliederung) Oberflächen- oder mittleren Selbstes in das untere Selbst: auf der Basis einer Entflechtung jener ’neurotischen‘ und pathogenen Beziehung zwischen diesen beiden Seelen-Teilen oder Teil-Seelen – und der ‚Kultivierung‘ und Schulung des unteren Selbstes von unten und innen her, das heißt, durch Ansprache und Motivierung aus sich selbst heraus…

Und es entsteht eine neue Art von Mensch…

Nicht gespalten, sondern ‚ganzheitlich’…

Nicht ‚kopfig‘, sondern fühlend…

Nicht maskiert und angespannt, sondern authentisch, wahrhaftig, ehrlich…

Nicht verwirrt und durcheinander, sondern klar, sicher, selbstbewusst, einspitzig…

Nicht blockiert, sondern gekräftigt…

Nicht gelähmt, sondern effektiv…

Genussfähig und beziehungsfähig…

Ein solcher Mensch

„fühlt mit, was die Menschen fühlen, mit denen er   zu tun hat;

er verteidigt sich nicht, greift nicht an, fühlt sich   nicht angegriffen, gekränkt, verletzt,

bedroht oder beleidigt.

Nichts von dem, was andere tun, kann ihn persönlich   treffen,

denn er fühlt, was diese anderen bewegt.

Er fühlt ihre Not, ihren Schmerz, ihre Bedrängnis in   seinem eigenen Herzen.

Er ist im Zustand der Liebe.

Er bringt sich selbst und anderen Achtung entgegen.

Er hat aufrichtiges Interesse für andere, er hört zu.

Er lernt von jedem, der ihm etwas erzählt.

Was andere bewegt, interessiert ihn ebenso wie das,   was ihn selbst bewegt.

Er nimmt sich selbst nicht ernst, er kann lachen.

Er hat ebenso viel Mitgefühl und Nachsicht mit sich   selbst wie mit anderen.

Er fühlt, was er fühlt, und wenn er darüber spricht,   sagt er einfach, was er fühlt.

Er strahlt zugleich Selbstachtung und Demut aus.

Er hält sich nicht für wichtiger als irgendjemand anderen.

In seiner Gegenwart fühlt man sich erhoben, geachtet,   verstanden und angenommen.

Er ist aufrichtig, und seine Aufrichtigkeit ist   ansteckend.“

Safi Nidiaye,   „Das Tao des Herzens“